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La France, on y va!

15.04.2018

Sie sind auf dem Weg nach Frankreich: Eine kleine Gruppe von Mutigen, die sich trauen, 10 Tage in französischen Familien zu leben und den Alltag ihrer Austauschschüler dort kennen zu lernen.

Vom 15. bis 25. April werden unsere zehn Siebt- bis Neuntklässler zusammen mit Schülerinnen und Schülern der Jacob-Struve-Schule Horst in den Schulen in Gorron und Landivy (Normandie) am Unterricht teilnehmen und Ausflüge machen: Mont Saint Michel, St. Malo und Fougères stehen auf dem Plan, aber auch Strandsegeln. Betreut werden sie von Frau Pahl und zwei Lehrerinnen der Horster Gemeinschaftsschule.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: La France, on y va!

Fotoserien zu der Meldung


Frankreichaustausch (15.04.2018)

Hier sind Eindrücke vom Schüleraustausch 2018:

16.4.2018 - Ankunft

Auch die längste Fahrt hat einmal ein Ende - gegen 14 Uhr waren wir endlich in Gorron, wo wir schon sehnsüchtig erwartet wurden. Die Schüler der Orchester-Klasse standen mir ihren Instrumenten parat, und die anderen saßen auf dem Schulhof und warteten.

Dann bekamen wir ein Willkommensständchen.

Nach einem leckeren Imbiss in der Schulkantine (wo auch die mitgebrachten Geschenke überreicht wurden - der Schulleiter lässt sehr herzlich Dank sagen!!!) wurden dann endlich die jeweiligen Partner zusammengeführt. (Foto!)

Leider konnte es nicht gleich nach Hause gehen, denn die Schüler hatten ja noch Schule bis kurz vor fünf.

Dann ging es zum alleraufregendsten Teil: die deutschen Schüler fuhren mit den französischen Gastgebern nach Hause.

Wir sind sehr gespannt auf die Geschichten morgen früh!

 

17. April 2018, Tagesausflug nach Rennes

Die Schüler, die morgens in der Schule eintrafen, waren völlig entspannt nach ihrer ersten Nacht bei den Gastfamilien. Natürlich lief bei der Kommunikation nicht alles reibungslos, aber mit Hilfe von Smartphone und einem Internet-Übersetzer hatten sich alle gut verständigen können.

Der Tag begann kühl aber sonnig, und die Temperaturen stiegen auf angenehme 22 Grad im Laufe des Tages. In Rennes wurde die Gruppe geteilt und zwei sehr nette Damen zeigten uns die Kathedrale und das einzige verbliebene Stadttor sowie die wichtigsten Gebäude der Altstadt, u.a. Rathaus ("la mairie") und das Gerichtsgebäude. Auch geschichtliche Ereignisse wurden erwähnt - das große Feuer 1720, in dem über 900 alte Fachwerkhäuser verbrannten und 8000 Menschen obdachlos wurden, aber auch die französische Revolution 1789, die ihre Spuren hinterließ: große Königsstatuen wurden entfernt und zu Kanonenkugeln eingeschmolzen... Ebenso beeindruckend war das Postgebäude, vor dem eine gepflegte Grünanlage zum Pausieren und Flanieren einlud.

Die Freizeit war nur allzu schnell vorbei und schon brachte uns der Bus wieder zurück nach Gorron und Landivy. Bewundernswert, wie der Busfahrer sein "Auto" sicher durch die zum Teil doch schmalen und kurvigen Straßen in Rennes steuerte!

 

18. April 2018, Le Mont Saint Michel

Heute spielte alles mit, vor allem das Wetter war super: Sonne, blauer Himmel und nur eine leichte Brise. Heute war ein gemeinsamer Ausflug für die deutschen Schüler und ihre Gastgeber.

Es ging morgens mit zwei Bussen zum Mont Saint Michel. Von den Parkplätzen aus musste man eine sehr gute halbe Stunde wandern, bis der Berg erreicht war. Unterwegs ergaben sich verschiedene Foto-Punkte für Bilderbuchfotos...

Anschließend erklommen wir sämtliche Stufen bis zur Abtei, und danach war Freizeit in kleinen Gruppen.

Um 14:30 hatten dann alle am Treffpunkt die Schuhe und Strümpfe ausgezogen und die Hosen hochgekrempelt bzw gleich kurze Hosen angezogen. Dann ging es unter kundiger Führung von zwei Wattführern hinaus ins Abenteuer: Es galt, bei (fast) Niedrigwasser die Bucht zu überqueren bis zum gegenüberliegenden Festland, wo die Busse auf uns warten sollten. Und es wurde ein echtes Abenteuer. Zunächst schlidderten wir durch den Schlick, dann kam ein Stück Sand-Watt, dann mussten wir einen Priel durchqueren, durch dessen Strömung wir uns nur zu zweit fest untergehakt kämpfen durften. Das Wasser ging zum Teil bis knapp über die Knie! Zum Glück war die Wassertemperatur absolut erträglich. Die nächste Erfahrung war der schwingende Meeresboden, auf dem man ging wie auf einem riesigen Trampolin. Es gab Stellen, an denen man problemlos einsinken konnte - und sich anschließend wieder befreien! Hier hatten alle gemeinsam so viel Spaß, dass es egal war, von welcher Schule und welcher Sprache man kam - Integration in der Perfektion!

Die verschiedenen Wattböden wechselten sich ab, bis kurz vor der (rettenden...) Küste ca. 200 m Schlickwatt zu durchqueren waren, allerdings war es hier nicht nur äußerst glitschig, sondern man sackte auch zum Teil bis zum Knie hinein. Diese letzten Meter waren extrem anstrengend! Und schmutzig... Zum Glück gab es kurz vor dem Busparkplatz eine Waschstation, wo man den Schlick mit kaltem Wasser abwaschen konnte. Dann ging es zu den Bussen und endlich auch "nach Hause".

Alles in allem ein toller Tag!

 

19. April 2018: Saint-Malo und großes Aquarium

Heute stand das nächste Highlight an: Ein Besuch von Saint-Malo und dem dortigen großen Aquarium.

Der Bus parkte am Hafen, so dass es nur wenige hundert Meter bis zur Stadtmauer waren, auf der wir den alten Stadtkern umrundeten. Die Schüler konnten gar nicht genug Bilder machen vom Atlantik und den Felsen! Es war sehr beeindruckend. Unser mittägliches Picknick nahmen wir am Strand ein, der noch ganz feucht war, da die Ebbe noch nicht lange eingesetzt hatte. Baden war von den Lehrern untersagt, aber mit den Füßen ins Wasser, das war in Ordnung. Dass bei einigen die Füße erst auf Kniehöhe sind, muss im Biologieunterricht wohl noch einmal besprochen werden... ;)

Nach dem Picknick brachte uns der Bus zum großen Aquarium, wo man gut einen ganzen Nachmittag hätte verbringen können - auch hier wurden gefühlt Millionen von Schnappschüssen auf den Smartphones verewigt... Leider hatten wir etwas wenig Zeit, da die Busfahrt zurück nach Gorron und Landivy über 2 Stunden dauert.

Fazit: wieder ein toller Tag, und das Wetter spielte auch bestens mit.
 

Freitag, 20. April 2018 - Fougères

Heute war wieder strahlender Sonnenschein! Wenn Engel reisen...

Als erstes war Besichtigung der Burgruine in Fougères angesagt. Mit Hilfe von Audio-Guide und Prospekt konnte sich jeder zurechtfinden. Bei über 30° im Schatten zum Teil ganz schön schweißtreibend...

Zum Picknick ging es dann in den Park unterhalb der Kirche, wo es sich sehr gut im Schatten der Bäume aushalten ließ. Auch hier hatten die Schüler alle Aufmerksamkeit, als sie ihren Lautsprecher aufstellten und dann diverse Rundtänze aufführten! Einige Gymnasiasten, die gerade ihre Mittagspause machten, waren mit Vergnügen dabei. Anschließend war Bowling angesagt - wunderbar klimatisierte Halle!

Bevor es dann ins "lehrerfreie" Wochenende ging, war abends noch Schülerdisco im Collège in Landivy, wo die Eltern ein umfangreiches Kuchenbuffet lieferten.

Nach diesem Tag waren alle rechtschaffen müde!

 

23. April 2018 - Strandsegeln in Hirel

 

Heute wurde es noch einmal richtig spannend: Strandsegeln hatte von uns noch niemand selbst ausprobiert! Aber es ist gar nicht so schwer... Mit den Füßen wird gelenkt, indem das kleine Rad vorne nach rechts oder links gewendet wird, und über das Segel kann man die Geschwindigkeit regulieren. Wenn genug Wind ist, heißt das. Wir fuhren in zwei Gruppen, und die erste Gruppe musste sich andauernd von einem Quad anschieben lassen, weil Flaute war. In der zweiten Gruppe ging es dann bei mehr Wind rund im Parcours. Auch die Lehrer waren mit Begeisterung dabei. Im Hintergrund übrigens der Mont-Saint-Michel. Wir werden ihn vermissen!

Der Abend stand dann zur freien Verfügung, zum Packen und Essen usw.

 

24. April 2018 - Abschied und Paris: Eiffelturm

 

Auch die schönste Zeit hat einmal ein Ende... Morgens hieß es Abschied nehmen, und die eine oder andere Träne fand ihren Weg. Aber dann kam die Vorfreude auf den Eiffelturm in Paris. Die Fahrt verging wie im Flug, wir kamen gegen Mittag in Paris an, und bei jeder Kurve näherte sich das berühmte Gebäude.

Dann hieß es Treppensteigen: Einigen genügte die Aussicht von der ersten Etage, aber viele wagten den Aufstieg zur zweiten Etage! Für die Spitze fehlte leider die Zeit. Trotzdem war es ein Erlebnis - und bei 23 Grad und blauem Himmel war es geradezu ein Vergnügen!

Doch dann war auch dieses Highlight vorbei und der endgültig letzte Teil der Fahrt begann. Vorbei am Arc de Triomphe, ein kurzes Stück auf den Champs Elysées, letzte Blicke auf die Seine und dann war dieser wunderbare Austausch vorbei.

 

Fazit:

Es war eine tolle Fahrt, die Schüler haben alle super mitgemacht, und viele haben sich bereits für nächstes Jahr für den Gegenbesuch mit ihren Gastgebern verabredet!