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Gewässeruntersuchungen an der Ekholter Au (31. 05. 2021)

Die Regeln wurden gelockert - und so konnten wir zum ersten Mal seit mehr als 1,5 Jahren wieder mit Schüler*innen Gewässeruntersuchungen durchführen.

An unserer Schule beteiligen wir uns seit 9 Jahren am Projekt "Schulen für eine lebendige Unterelbe" und machen Gewässeruntersuchungen in der Region, aber auch zusammen mit anderen Schule im Wassercamp im Wildpark Eekholt. Das fiel zum großen Bedauern über lange Zeit aus.

Bei einem Treffen der Schülervertretung mit der Schulleiterin M. Schramm, die auch Projektkoordinatorin der Unterelbeschulen ist, beschwerten sich die Schüler*innen darüber, dass nichts mehr stattfand. Also beschlossen wir ganz spontan, am Nachmittag nach den Konferenzen mit Freiwilligen aus dem 8. Jahrgang mit dem Fahrrad an die Ekholter Au zu fahren. Dier Bach fließt vom Liether Moor rund um Seeth-Ekholt in die Krückau. Bereits im letzten Jahr wurden dort mit Unterstützung der Edmund-Siemers-Stiftung, einem unserer Projektkooperationspartner, Kiesschüttungen zur Verbesserung der Strukturgüte gemacht. Unsere Schüler*innen sollten - so war der Plan - die wissenschaftliche Begleitung machen und durch Untersuchungen den Einfluss dieser Renaturierungsmaßnahmen dokumentieren.

Und nun starteten wir.

Bei der biologischen Untersuchung stellten wir fest, dass es nicht viele Arten an Wirbellosen gibt. Wir identifizierten Köcherfliegenlarven, Bachflohkrebse, Eintagsfliegenlarven, Zuckmückenlarven und Spitzschlammschnecken. Bei der chemisch-physikalischen Untersuchung stellten wir hohe Nährstoffeinträge fest (Nitrat, Ammonium, Phosphate), vermutlich aus Düngung von landwirtschaftlichen Flächen an der Au. Den für die Jugendlichen interessantesten Fang machte Anakin, dem ein trächtiges Stichlingsweibchen in den Kescher schwamm.

Fazit: Die Au ist in keinem guten Zustand, aber die Lust, weitere Untersuchungen zu machen, ist auf jeden Fall da.



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