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Exzellenz-Wassercamp und Ausbildung für Betreuer im Wildpark Eekholt

04.07.2018

Mit Wathosen im Fluss stehen und Fische fangen - das ist das Höchste, was das Wassercamp zu bieten hat - oder? Es ist sicherlich der abenteuerlichste Teil des Camps, aber alle Aktivitäten ließen unsere Jungforscherinnen und -forscher die Zeit vergessen.

Sie untersuchten die Osterau, die durch den Wildpark fließt. In diesem Jahr war besonders spannend, ob sich die Ergebnisse von den Vorjahren unterscheiden. Denn im September hatten wir Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt, um die Lebensbedingungen für Wassertiere zu verbessern. Und siehe da, der Kies und die Treibselsammler haben dazu geführt, dass viel mehr Tierarten in den Keschern landeten: Neben den auch schon vorher häufigen Bachflohkrebsen, Köcherfliegenlarven und Eintagsfliegenlarven fingen wir viele kleine Fische, Kleinlibellenlarven, runde Eintagsfliegenlarven genauso wie die flachen. Die Artenvielfalt hat sich tatsächlich sehr verbessert.

Und was war mit dem Wasser? Hier gab es leider keine Verbesserungen. Wie schon in den Vorjahren gab es teilweise hohe Nitrat-, Phosphat- und Ammoniumwerte. Für Unwissende: Das ist in Dünger enthalten und schlecht für die Tiere. Aber die Strukturgüte war besser: Durch die Hindernisse, die wir eingebracht hatten, floss das Wasser anders und schuf Verstecke für die Tiere. Der Wildpark-Geschäftsführer erzählte, dass es sogar neuerdings Spuren am Ufer von wildlebenden Fischottern gegeben habe. Die haben wir leider nicht entdeckt.

Wir hatten im Camp zwei Gruppen: Einmal die Wassercamper der Anne-Frank-Schule aus den 5., 6. und 7. Klassen, die von Frau Blank, Frau Kunz und Luna Rauscher (ehemalige Schülerin) betreut wurden, und dann die Gruppe der zukünftigen SchülerhelferInnen, die erstmals ein Ausbildungscamp mitmachten. Daran nahmen fünf  8.-und 9-Klässler unserer Schule teil. Die anderen 10 SchülerInnen kamen vom Ludwig-Meyn-Gymnasium Uetersen und dem Elsensee-Gymnasium Quickborn.

Dieses Camp war der große Wunsch der Schülerhelfer des letzten großen Camps. Sie wünschten sich mehr Wissen und mehr Sicherheit beim Anleiten von Kleingruppen.

 

Und wieder zeigte sich, dass diese Camps nicht nur Spaß machen, sondern auch sehr lehrreich sind. Auch wenn schon mal eine Pause auf dem Spielplatz gemacht wurde - die Schülerinnen und Schüler zeigten eine enorme Ausdauer bei der Arbeit und richtig gute Ergebnisse beim Präsentieren.

Nach dem Grillen am ersten Abend durften wir noch in Kleingruppen in den Wildpark. Außer uns waren keine anderen Besucher dort, wir hatten die Tiere für uns: Die Wölfe, die Dachse, Füchse, Fischotter, Hirsche, .... Ein  besonderes Erlebnis!

So macht Begabungsförderung auch für die Lehrkräfte viel Spaß.

 

Foto: Abschlussbild beider Gruppen